This is not okay!

Auf dem Blog mamimade von Susanne gibt es gerade eine richtig, richtig tolle Aktion:

Ihr geplanter Online-Katalog „This is not okay!“ wird ein Protest von Nähbloghausen gegen die unmenschlichen Arbeits- und Lebensbedingungen von Näherinnen in der Bekleidungsindustrie sein.

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Wer sich über die Ursachen und Folgen der Fast-Fashion-Industrie genauer informieren will, sollte sich die großartige, schonungslose (und damit ziemlich verstörende) Doku The True Cost ansehen:

Der Botschaft des Kataloges ist so simpel, wie klasse: Es geht auch ohne Ausbeutung.

Man kann es nämlich selber machen. Alle Bilder im Katalog zeigen Outfits, die selbst gemacht sind. Und wenn ein Teil nicht selbst genäht ist, ist es fairwear, also Klamotte (oder Schuhe), welche unter ethisch korrekten Bedingungen hergestellt wurde.

Ich kann mit Freude sagen: Ich bin dabei, wenn ich habe es tatsächlich geschafft seit der Wiedererweckung des wunderkistchens aus dem Dornröschenschlaf ein komplett selber gemachtes Outfit zu produzieren.

Und das ist es:

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Das Shirt ist mein geliebter Kimono Tee-Schnitt. Den bezaubernden Waschbären-Jersey (Erwachsensein ist für lahme Enten!) habe ich in der Stoffgalerie in der Leipziger Innenstadt gekauft. Instant ❤ !

Die Hose kennen die treuen Leser bereits vom DIY-Dienstag.

Der Schnitt ist aus der burdastyle 07/15 und der Stoff von Frau Mutter vermacht. Simple blaue Baumwolle. Und noch ein Rest Rot.

Selbst Schuhe kann man selbst nähen, wenn man Espandrilles-Sohlen von prym kauft und sich dann mit dem mitgelieferten Schnitt und tollem Stoff von Stoff&Stil ein paar Stunden Zeit nimmt.

Konsequent zu Ende gestrebert trägt sogar das niedlichste, flauschigste Accessoire der Welt nur selbstgebaute Dinge.

Wer brauch schon Modeschmuck und Sonnenbrille, wenn er einen Dreieckshund hat?! :mrgreen:

Gurtband in fröhlich-pfotigem Grün-Blau, passender Filz, ein D-Ring und eine Steckschnalle ergeben ein kleidsames Norwegergeschirr. Und aus einem Seil aus dem Baumarkt, zwei Karabiner, etwas Kordel und einigen Notkettengliedern ist ganz schnell eine leuchtend bunte Leine gebaut.

Edit: Susanne hat mich angeschrieben und mir mitgeteilt, dass die Arschkrampen superfluffigen Typen von prym auf Anfragen zur Herstellung der Espandrilles-Sohlen mit Schweigen und Totstellen reagieren, sodass davon auszugehen ist, dass die Teile sicherlich nicht ethisch vertretbar hergestellt sind. Und da der Katalog absolut konsequent seine eigenen Spielregeln befolgen soll, werde ich in den nächsten Tagen nochmal shooten müssen. Mit meinen chilligen Duckfeet-Sandalen an den Füßen, statt der Espandrilles. Ich muss Susanne an dieser Stelle ein großes Kompliment für ihre Konsequenz aussprechen. Ich hätte das sicherlich nicht so straight und streng durchgezogen und die eine oder andere Kleinigkeit durchgehen lassen. :mrgreen: Respekt, also!

Edit Nummero Zwo:

Neue Fotos mit ohne Espandrilles und dafür mit Duckfeet-Riemensandalen. Eh sommerlicher. :mrgreen:

Mit Leberwurst geht das mit dem Foto schon klar! :D
Mit Leberwurst geht das mit dem Foto schon klar! 😀

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Ich hoffe dieser kleine Beitrag zum Protest-Katalog fällt auf fruchtbaren Boden und unser aller Protest schlägt eine schöne große Welle!

PS.: Das hier ist der 200. Beitrag auf Fr. Dr. Seltsams Wunderkistchen. Ziemlich stark, dass er zu einem so wichtigen Thema erscheint!

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4 Gedanken zu “This is not okay!

  1. Oh mein Gott .. wie liiiieb von dir … ich war schon ganz verwirrt, weil dein alter Link weg war!!!!
    Danke! Ehrlich Danke

    Ich muss das echt mal verkraften, dass sich die Leute so viel Mühe geben!!! So genial!!!
    Dicke Umarmung!
    Susanne

    Gefällt 1 Person

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