Veganer

Neulich schon bei Frau Weh ein kleines bisschen diskutiert.
Und nun heute diesen Artikel (KLICK!)  gefunden und gelesen.
Es ist ja nicht so, dass ich nicht schon mit der veganen Ernährung geliebäugelt hätte, immerhin soll sie bei Morbus Crohn zu Besserung führen. Jedem, der sich mit Massentierhaltung ernsthaft auseinandersetzt, sollte klar sein, dass diese Gesundheit, Umwelt und Tierwohl zugrunde richtet, aber darum soll es hier nicht gehen.
Und auch durch eine gewisse Sensibilisierung in Tierschutz-Dingen (passiert, wenn man sich einen Tierschutz-Wau anschafft) setzt man sich eben mit seiner Ernährung und natürlich auf kurz oder lang mit dem Heilsweg des Veganismus auseinander.
Und dann fand ich heute dieser Artikel. Ein schlauer, gut durchdachter Artikel. Mit einer sicherlich provokanten Überschrift. Aber dann einem logisch durchdachten Text. Mit so Argumenten. Diese lästigen kleinen Dinger, die einen von gegenteiligen Meinungen überzeugen könnten.
In meiner Gedankenwelt bin ich bereit, jemandem, der logisch argumentiert zuzuhören. Und ihm Recht zu geben, wenn seine Argumente (und vor allem Informationen) überzeugen. Das hat nichts mit „Fähnchen im Wind“ und Wankelmut zu tun, sondern mit erwachsener Meinungsbildung.
Schon bei lesen des Textes fallen die Anmerkungen des Autors auf. Da musste ich das erste Mal mit dem Kopf schütteln.
Noch schlimmer wurde der Kopf-Tremor bei den Ansicht der Kommentare.
Einfach unglaublich. Wie kann man nur so fanatisch, militant und festgefahren sein, dass man alles niederschreit, was einem die heile Gemüsewelt durcheinander wirbeln könnte?
Es gibt auf der Welt auch Leute, die sich aufgeklärt mit ihr beschäftigen und nicht jeder, der sich fürs Fleischessen ausspricht, ist automatisch jemand, der niedergemetzelt werden sollte.
Mich regt es auch auf, wenn das schwarz-rote Schmierblatt „die Grünen wollen uns unsere Bratwurst verbieten“ schreit, weil die vorgeschlagen haben EINEN(!) Tag in der Woche nur vegetarische Gerichte in Kantinen anzubieten.
Aber es ist auf genau die gleiche Weise engstirnig und verblendet, wenn man immer nur „VEGAN! ist die Rettung“ brüllt, ganz egal in welchem Zusammenhang. Und damit jede vernüftige Diskussion im Keim erstickt.
Ich glaube, am meisten regt mich diese Diskussionskultur auf, weil sich diese Leute selbst, als neue, aufgeklärtere, vernünftigere, moralischere, alles in allem eben: bessere Menschen verstehen.
Wenn diese aber nicht in der Lage sind, einer logischen Argumentationskette zu folgen, sich an einer logischen Diskussion zu beteiligen und im Umkehrschluss auch von einer eventuell doch nicht ganz so heilsbringenden und wunderbaren Auffassung abzurücken.
Vielleicht ist es auch verlorene Liebesmüh, sich über solche Dinge aufzuregen. Aber ich machs trotzdem. Pardon!
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8 Gedanken zu “Veganer

      • Meine Liebe, das ist mehr als deutlich gewesen. Deshalb bravorierte ich ja! Mit den verbohrten meinte ich genau diese kleingeistigen Fanatiker. Ich finde Deine Haltung wahrlich famos.

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  1. Warum muss man aus allem eine Glaubensfrage oder eher einen Glaubenskrieg machen? Das nervt mich unglaublich. Und darum diskutiere ich nicht mehr über das, was ich tue. Ich bin Flexitarier und esse das, von dem mir mein Körper signalisiert, dass es gerade gut für ihn ist. Ende. 😉

    Und im Grunde denke ich ja, dass alles, was für die Masse gemacht werden soll, nicht funktionieren kann und dass das Zauberwort „Verzicht“ heißt. Nein, wir können nicht alle vegan, vegetarisch oder Bio essen – am besten noch zum Schleuderpreis aus dem Superarkt – ohne dass es Folgen nach sich zieht, die wir so vielleicht gar nicht berücksichtigt haben. Ebenso wenig können wir alle zum Dumpingpreis durch die Gegend jetten, ohne dass sich die Erde irgendwann dafür revanchiert. Aber ich will ja gar nicht darüber diskutieren. Also mit dir schon gar nicht, weil ich das, was du schreibst, absolut unterschreibe 😉

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  2. wenn tierschützer tiere essen:
    schlimm genug, dass es tierschutz überhaupt braucht. tierschutz ist eine solch gewaltige aufgabe, die nur erfolg haben kann, wenn jeder einzelne sein konsumverhalten ändert.

    “du bist, was du isst !” ernstzunehmende tierschützer essen keine tiere und schützen damit auch noch unsere so geplagte umwelt. die masse der fleischesser empfindet das fleisch bestimmter tiere als ekelerregend und das fleisch anderer als schmackhaft. diese menschen überlassen die qualvolle aufzucht und massentierhaltung, die grausamen tiertransporte und die drecksarbeit der schlachter einfach nur anderen. sie denken nicht darüber nach, wieso sie überhaupt irgendwelche tiere essen.

    obwohl ich versuche, alle tierischen produkte zu vermeiden und mein konsumverhalten radikal geändert habe, zähle ich mich selbst nicht zu den veganern, da ich nicht bereit bin auch meine hunde und katzen vegan (nicht der natur entsprechend) zu ernähren.

    befasst man sich im internet mit tierschutz, dann entdeckt man viele nutzerprofile die sich, in den vielen sozialen netzwerken (allen voran auf facebook), dem tierschutz verschrieben haben. sie wollen vor allem strassenhunde in europa retten. die häufigsten aufrufe umfassen sachspenden, geldspenden sowie pflege- oder endplätze für ehemalige strassenhunde. es geht immer um hilfe direkt am hund. vielen dank aber an dieser stelle an alle die aktiven tierfreunde, tierretter und deren unterstützer. echter tierschutz ist aber sehr viel mehr !

    der mensch “benutzt” exzessiv und permanent hochsoziale, angst- und schmerz-empfindliche lebewesen. mehrere millionen tiere werden täglich allein in unserem land einer institutionalisierten ausbeutung unterzogen. nicht zuletzt folgt die abartige vernichtung sogenannter “nutztiere” in speziellen tötungsanstalten. die systematisierte unterdrückung funktioniert, weil die mehrheit schweigt, unbekümmert konsumiert, in sich hineinschlingt und skrupellos mitmacht. wir müssen uns entscheiden !!! http://campogeno.wordpress.com/2014/01/24/wenn-tierschutzer-tiere-essen/

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    • Ist nett, dass du deinen Text postest, ein Link hätte vielleicht auch gemeint.
      Es geht mir im oberen Text nicht darum, wer was isst. Und ich habe auch angemerkt, dass es so, wie es jetzt ist, sicherlich nicht gut ist für die Welt.

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